Verfasst von: Robert Lecker | April 24, 2013

Surf-Doku mit Tiefgang: The Old, the Young and the Sea

Der neue Teaser für The Old, the Young & Sea ist da. Das Filmprojekt aus dem Hause Nomad Earth / Les Avignons geht damit einen großen Schritt in Richtung erfolgreicher Veröffentlichung – und weckt schon richtig Neugier und Vorfreude auf den Filmstart im Sommer.

Worum geht’s? The Old, the Young & the Sea ist die erste europäische Surf-Doku. Und geht inhaltlich doch viel tiefer als gewöhnliche Surf-Videos, die meist auf einer sportlichen, ja sehr oberflächlichen Ebene bleiben und perfekt trainierte AthletInnen vor schöner Meeres-Kulisse zeigen.

The Old, the Young & the Sea befreit sich aus diesem Genre-Korsett und fokussiert sich auf die Menschen, die an der europäischen Atlantikküste vom Baskenland bis nach Lissabon leben und reisen. Ein Einblick in verschiedenste Lebenswelten und Identitäten, die das Meer und die Küste hervorbringt. Und ja, es wird auch viel gesurft – auf höchstem Niveau. Lange Rede, kurzer Sinn – hier der Teaser:

 

Nachdem ich mit den Machern des Films sowohl beruflich als auch privat fast täglich zu tun habe, weiß ich um den beschwerlichen Weg, den eine solche Produktion bedeutet. Umso mehr begeistert es mich zu sehen, wie das Projekt mehr und mehr “abhebt” und von allen Seiten über den grünen Klee gelobt wird. Sehr faszinierend, welche Energie und hochqualitativer Output entsteht, wenn sich ein paar Jungs aus unserem Les Avignons Netzwerk zusammentun, über Ihren Schatten springen und entgegen allen Hürden einfach machen, worauf sie Lust haben – fetter “Respekt!” und viel Erfolg Jungs!

Verfasst von: Robert Lecker | Juli 9, 2012

Von der Unmittelbarkeit der Wahrheit im Social Web

“Verlust der Deutungshoheit in der Kommunikation” – so nennen wir in der Social Media Theorie den Umstand, dass man als Unternehmen od. Organisation in sozialen Netzwerken nicht mehr alleiniger Herr seiner Botschaft ist: die Empfänger können diese kommentieren, korrigieren, uminterpretieren, ins Lächerliche ziehen, weiterverbreiten, und und und…

…deshalb wiederholen wir in unseren Social Media Vorträgen und Workshops immer und immer wieder: Das Social Web ist gelebte Transparenz - Authentizität, Faktentreue und Ehrlichkeit haben deshalb oberste Priorität. Alles andere kommt früher oder später schmerzhaft zurück.

HC Strache – von der Theorie zur Praxis Lies mehr …

Verfasst von: Robert Lecker | Juli 3, 2012

Lobbying-Gesetz: die Krux mit der Transparenz

Der österreichische Nationalrat hat jüngst das Lobbying- und Interessenvertretungs-Transparenz-Gesetz, kurz Lobbying-Gesetz, beschlossen und für 1. Jänner 2013 auf den Weg gebracht. Das Gesetz ist Teil eines größeren “Transparenz-Pakets” und soll u.a. ein öffentlich einsehbares Register für Lobbying-Agenturen schaffen, in dem Grunddaten, Umsätze und Mitarbeiter festgehalten werden. Inhalt und Auftraggeber einzelner Lobbying-Projekte sollen in einem beschränkt einsehbaren Register erfasst werden. Lies mehr …

Verfasst von: Robert Lecker | Mai 15, 2012

“Young Lions” Silber an Les Avignons

Tobias Schneider samt Trophäen bei der Young Lions Preisverleihung

Seit Anfang des Jahres bin ich beruflich ja im Kollektiv Les Avignons tätig. Von unseren Jungs und Mädels werden ja am laufenden Band erstklassige Projekte im Kreativ-Bereich gemacht… Überrascht hat mich jedoch am Wochenende unser Kollege Tobias Schneider: er hat ganz nebenbei, ohne dass er viel Aufsehen darum gemacht hätte, den zweiten Platz in der Kategorie “Cyber” beim österreichischen Young Lions Award erreicht. Das Besondere daran: den Preis erhielt er für die Konzeption einer Facebook-App – obwohl Tobias im “Brotberuf” Art Director – also Designer – ist. Für einen kurzen Ausflug in andere Gefilde also nicht schlecht, möchte man sagen…

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Verfasst von: Robert Lecker | April 3, 2012

In der Regel ist Nachhaltigkeit auch Männersache

Nachhaltigkeit spielt in vielen Bereichen unseres Lebens eine Rolle… Eine bislang wenig beachtete Facette eines nachhaltigen Lebensstils ist jedoch die Frauenhygiene, also Produkte, die die weibliche Menstruation betreffen.

Die beiden Nachhaltigkeitsexpertinnen Annemarie Harant und Bettina Steinbrugger dachten um die Ecke und schenkten ebendiesem Thema Beachtung – und stellten die Frage: „wie nachhaltig sind eigentlich Frauenhygieneprodukte?“ (=Tampons und Binden).

Und seither wurden Nägel mit Köpfen gemacht: die beiden ehemaligen Kolleginnen von mir gingen jüngst mit Ihrem Unternehmen erdbeerwoche an den Start. Damit wollen Sie den Diskurs über nachhaltige Frauenhygiene sowie die dazugehörigen Produkte im deutschsprachigen Raum etablieren. Lies mehr …

Verfasst von: Robert Lecker | März 20, 2012

Sternstunden der Leichtigkeit

Ich bin ja grundsätzlich ein sehr kritischer Zeitgenosse, was Werbung betrifft…

…aber diese Kampagne von Jung von Matt hat es wirklich in sich: mit minimalem Aufwand wird maximales Kopfkino erzeugt. Und nebenbei bewiesen, dass Lego das “kultigste Spielzeug ever” ist. Hier ein paar Häppchen, mehr davon gibt’s auf whudat.de.

Verfasst von: Robert Lecker | Dezember 14, 2011

Medien und Politik auf den Hund gekommen

Eine erstklassige Anleitung für Kampagnenjournalismus und politische Mobilisierung im Österreich des Jahres 2011 lieferte unlängst die gute alte Kronen Zeitung.

Vor ein paar Wochen skandalisierte das Blatt die vermeintliche Massentötung von Straßenhunden in der Ukraine. Um die dortigen Städte für die Fußball-EM 2012 „sauber“ zu bekommen, würden „Streuner“ systematisch erschossen, vergiftet, abgeschlachtet.

Unter der Feder von Krone-Tierlady Maggie Entenfellner und garniert mit grausamen Bildern wurde so eine nationale Empörung herbeigeschrieben, die selbst im ORF thematisiert wurde und zu einem politischen Schulterschluss der Parteien führte. Allen voran BZÖ-Hero Peter Westenthaler und FPÖ-Recke HC Strache, dessen Partei 15.000 € für eine von der Krone initiierte Hilfskampagne für die armen Hündchen spendete.

Faksimile aus der Krone, entnommen von kobuk.at

Aber: die Wahrheit liegt oft jenseits der Bilder…

Allein, so ganz blitzsauber war die ganze Geschichte dann doch nicht, wie nun der Mediawatchblog „Kobuk!“ aufdeckte – „Wenn die Ukraine Hunde tötet, stirbt bei uns die Wahrheit“, so der treffende Titel:

Abgesehen von den gesundheitlichen und hygienischen Gefahren, die von streunenden Hunden ausgehen, war die Berichterstattung dieser Krone-Kampagne sehr unsauber… Lies mehr …

Im Zuge unserer letzten gemeinsamen Bergwanderung führte ich ein interessantes Gespräch mit Andy Jaritz, einem der Gründer von Nomad Earth (Magazin für Faires Reisen und Outdoor-Sport). Ich fand das Gespräch so spannend, dass ich es hier als Interview aufgearbeitet habe. Aber lest am Besten selbst, was Andy über den Zusammenhang von Wandern und nachhaltiger Entwicklung denkt oder wer ihn in punkto Nachhaltigkeit inspiriert hat.

andreas jaritz Wir sitzen hier auf mehr als 2.100 Metern Seehöhe und damit weit weg vom Alltagstrubel – was macht für Dich den Reiz aus, immer wieder in die Berge zu „flüchten“?
Zum Einen natürlich die Schönheit der Natur. Zum Anderen ist es auch eine Art Reinigung: Mein Körper schüttelt durch das stetige Bergaufgehen den Büro-Andy ab und meine Gedanken werden nach und nach entspannter. Bis alles draußen ist aus dem Kopf, was dort schwer lastet. Wenn dann auch noch Freunde dabei sind, dann wird eine Wanderung schon fast zu einer dynamischen Gruppenmeditation.

Wow, das klingt ja schon sehr philosophisch… Da möchte ich gleich nachhaken: kannst Du einen Zusammenhang zwischen einer Wanderung und dem Bewusstsein für Nachhaltigkeit herstellen?
Ich versuch’s…. Gehen ist ja unsere ureigene Fortbewegungsmethode, es passiert genau in der Geschwindigkeit, für die der Mensch eigentlich geschaffen ist. Wandern heißt deshalb, sich auf die einfachen Dinge rückzubesinnen, sich einer Entschleunigung zu unterziehen – und das bringt den Menschen näher zur Nachhaltigkeit. Mit Christian Hlade von Weltweitwandern habe ich vor einiger Zeit übrigens über das gleiche Thema gesprochen. Lies mehr …

Verfasst von: Robert Lecker | Mai 18, 2011

Die Causa Pril und andere Social Media Problemchen

Die Leiden des jungen Social Media Managers – ein Drama in zwei Akten. So oder ähnlich könnte ich meinen heutigen Beitrag zusammenfassen. Grund dafür sind zwei ernüchternde Social Media Stories, die heute die Runde im Netz machten:

1) Pril: Klassischer “Epic Fail” in Sachen Social Media

Die Henkel’sche Spülmittel-Marke Pril wollte sich in punkto Crowdsourcing profilieren und startete einen Design-Wettbewerb: User sollten Ihre persönliches Etikett designen, die Sieger-Flaschen kommen in den Handel…

…dabei sind die Ergebnisse nicht so ganz verlaufen, wie sich Pril das gewünscht hatte – was schon vor einem Monat abzusehen war, als viele der eingereichten Designs wohl nicht ganz nicht den Vorstellungen des Unternehmens entsprachen (nachzulesen z.B. bei Jens Stratmann, am Marketing Shop Blog oder auf Spiegel.de).

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Verfasst von: Robert Lecker | Mai 11, 2011

Empfehlung: Social Media Kampagne für Grüne Jobs

Irgendwie pfeifen es die Spatzen ja immer wieder von den Online-Dächern: die Themen Nachhaltigkeit und Social Media passen gut zusammen… Will heißen, dass sich Nachhaltigkeitsthemen sehr gut über soziale Medien kommunizieren lassen. Einen empirischen Beweis habe ich bis dato zwar noch nicht erhalten, aber immerhin hatte ich seit jeher ein gutes Gefühl bei dieser Konstellation…

…so auch bei einer jüngst gestarteten Aktion für “Green Jobs”, die ich hiermit empfehlen möchte:

Der oberösterreichische Politiker und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Die Grünen) möchte mit einer breit angelegten Kampagne für “Grüne Jobs” die Entwicklung von Öko-Berufen fördern und das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen. Es sollen Unternehmen und Karrieremöglichkeiten  in den Bereichen Ökoenergie, Entsorgung und Umweltschutz vorgestellt werden.

Mutig: Social Media als Leitmedium
Das Besondere daran: Anschober geht (für österreichische Verhältnisse) neue Wege und setzt ganz auf soziale Medien. Die Kommunikation läuft vorwiegend über eine Facebook Fanseite sowie über einen überaus ansprechend gestalteten Youtube-Kanal. Und das in Österreich – na der traut sich was, der Mann…

Wer wagt gewinnt?
Ich hoffe, dass dieser Mut belohnt und die Kampagne erfolgreich wird. Warum nicht? Denn Nachhaltigkeit spricht grundsätzlich ein internetaffines Publikum an und ist ein Thema, das sich perfekt für Dialog und Viralität eignet: wer sich dafür interessiert, identifiziert sich auch damit und wird deshalb in sozialen Netzwerken darüber sprechen wollen.

Aber wie sieht es mit dem empirischen Beweis aus? Eine erste Zwischenbilanz: Die Facebook Page hat nach knapp zwei Wochen schon rund 2.200 Fans und kann ein gutes Maß an Interaktion vorweisen – aber es bedarf mehr, um wirklich etwas zu bewegen. Der Youtube Kanal ist wie bereits erwähnt graphisch sehr gut umgesetzt – könnte aber durchaus ein bisschen mehr Views vertragen…

…aber noch ist nicht aller Tage Abend, denn die Aktion hat ja gerade erst gestartet. Ich bin schon gespannt wie sich “Grüne Jobs” in den nächsten Wochen und Monaten entwickeltd und wünsche der Kampagne auf alle Fälle alles Gute!

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